Die Vereinsgeschichte im Rückblick

Genau am 10. Juni 1946 wurde der „Sportverein 1946 e.V. Egesheim“, wie die vollständige Bezeichnung lautet, gegründet.

 

So wurde das von diesem Tag datierte Genehmigungsschreiben zur Abhaltung einer Gründungsversammlung des Egesheimer Sportvereines an den Gouverneur der damaligen französischen Besatzungszone gerichtet. Dem Gouverneur wurde mitgeteilt, dass die sportinteressierte Bevölkerung beabsichtige, sich zu einem Sportverein zu vereinigen, in welchem der „Fußballsport betrieben werde“. Das Gesuch ist unterzeichnet von den 7 offiziellen Gründungsmitgliedern Konrad Dreher, Hans Dreher, Josef Dreher, Martin Keller, Johann Reiser, Paul Sauter und Eugen Sieger.

Auch ist bekannt, dass in Egesheim schon viele Jahre vor Kriegsende, um das Jahr 1929, Fußball gespielt wurde, doch fand man sich zu einem regelmäßigen Spielbetrieb noch nicht zusammen. Es war damals lediglich im Frühjahr und im Herbst erlaubt, auf dem jetzigen Sportgelände „Hagenbrühl“ Fußball zu spielen, weil das Heu zur Landwirtschaft gebraucht wurde. So wurden in den Sommermonaten zumeist Freundschaftsspiele in den Nachbargemeinden ausgetragen. Auch deshalb waren zu dieser Zeit einige Sportler vor allem in Bubsheim als Gastspieler tätig.

Vor der Gründung des SVE, Anfang der Vierziger - Egesheimer zusammen mit Reichenbacher Fußballspielern.

Hintere Reihe v.l.n.r: Franz Mayer, Ambros Stierle, Josef Huber, Josef Keller, Hans Lehr

Mittlere Reihe: Theo Reiser, Melchior Junker, Jakob Quarleiter.

Vordere Reihe: Karl Reiser, Anton Mattes, Eugen Sieger.

Erste Mannschaft im Jahr 1948

Hintere Reihe, von links nach rechts:

Gottfried Reiser, Hans Gentner, Johann Reiser (Hannes), Eugen Sieger, Franz Dreher, Hans Stier

Mittlere Reihe: Theo Reiser, Willi Ramsperger, Leo Reiser.

Vordere Reihe: Matthäus Reiser, Robert Ramsperger, Konrad Reiser.

Nachdem der Sportverein durch die Genehmigung des französischen Gouverneurs aber schließlich gegründet war, wurden die Gründungsmitglieder vor allem durch Rupert Blikle, Franz Dreher, Karl Dreher, Erwin Gentner, Eugen Paul, Willi Ramsperger, Gottfried Reiser, Konrad Reiser, Theodor Reiser, Theo Stier und Kapitän Hans Stier unterstützt, welche gemeinsam die erste aktive Mannschaft zur Spielrunde 1953/54 in der damaligen C-Klasse Tuttlingen meldete. Diese Namen sind der Spielchronik aus dem Jahr 1965, in welcher erstmals Vor- und Zunamen vermerkt sind, entnommen.

Die ersten sportlichen Erfolge sind aus dem Jahr 1955 datiert, als man die Pokalturniere in Mahlstetten und „Irrendorf“, wie der Name des heutigen Irndorfes noch lautete, gewann. 

Nach knapp 10 Jahren des Bestehens zählte der Sportverein am 01.01.56   70 Mitglieder.

Nachdem man in der Runde 1953/54 noch den achten und ein Jahr später den 3. Platz erreichte, war es in der Saison 1955/56 endlich soweit: Als Meister der C-Klasse war der Aufstieg in die B-Klasse perfekt. Doch nicht nur Egesheim, sondern auch Deilingen sorgte in diesem Jahr hier für eine Kuriosität: Diese Mannschaft erreichte lediglich 3 Unentschieden, die restlichen Begegnungen wurden allesamt verloren. Nichts desto trotz wurde auch ihr in der Presse eine „gehörige Portion Sportsgeist“ ausgesprochen, „um eine ganze Runde hindurch verlieren zu können“.

Im darauffolgenden Jahr, genauer gesagt am 21.Juli 1957, fiel der damalige 1. Vorsitzende des SVE, Matthäus Reiser, einem tödlichen Verkehrsunfall zu Opfer: Auf der Heimfahrt vom Heuberg-Wanderpokalturnier in Renquishausen, an dem er morgens noch aktiv teilgenommen hatte, kam er auf der Landstraße zwischen Renquishausen und Königsheim auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und von der Fahrbahn ab. 

Es zeugt heute noch von der Verbundenheit der teilnehmenden Vereine, dass das Turnier, zu dessen Gründern der Verstorbene gehörte, sofort abgebrochen wurde. Stattdessen hielt die Trauergemeinde einen Gottesdienst für den verunglückten Sportkameraden ab.Den Presseberichten ist zu entnehmen, dass am darauffolgenden Sonntag in Egesheim ein Freundschaftsspiel zwischen Egesheim und Zimmern o.R. stattfand. Beide Vereine besuchten vor der Begegnung den Friedhof, um nochmals des Verstorbenen zu gedenken.

Wegen des Unglücksfalles des 28jährigen, von Beruf Schmied und ebenso Feuerwehrkommandant wie Mitglied des Gemeinderates, trat die Vorstandschaft mit der Fußballmannschaft freiwillig den Weg zurück in die C-Klasse an.

Dem Spielbericht der Partie vom 29.09.57 in Egesheim gegen Gunningen sind so einige Überraschungen zu entnehmen:

Bis zur 60. Minute hatte Egesheim mit 3:0 geführt und die überlegene Mannschaft dargestellt. Kurz darauf kamen die Gäste zwar zum Ausgleich, doch wurden unmittelbar anschließend 2 Gästespieler des Feldes verwiesen, was Egesheim zum 4:3-Siegtreffer nutzte.

Dieses wiederum war für die beiden des Feldes Verwiesenen Anlass genug, auf das Spielfeld zurückzukehren, um die Mitspieler allen Regeln zum Trotz wieder zu unterstützen. 12 Minuten vor Spielende musste der Schiedsrichter die Begegnung abbrechen und die Spruchkammer sich mit dem wenig sportlichen Ablauf auseinandersetzen.

Erst im Jahr 1961/62 durfte sich Egesheim wieder als Meister der C-Klasse feiern lassen. Dem Pressebericht zufolge hatten sich ca. 200 Zuschauer in Wehingen zum Endspiel zwischen Egesheim und Reichenbach eingefunden. Willi Stier sei hier der „agilste“ Spieler gewesen, der den gefährlichsten Stürmer Roberto Reiser unterstützte. Allerdings seien die Reichenbacher an diesem Tag auch etwas konditionsschwach gewesen.

Jedenfalls führte Egesheim zur Halbzeit mit 4:0, am Ende hieß es gar 5:0. In der Trefferliste sind Roberto Reiser mit 4 Toren und Ferdinand Stier mit 1 Tor genannt.

Überhaupt war dieses das ertse Punktspiel für den damals erst 17jährigen Ferdinand Stier.

 

Aus dem Jahr 1955 ist das erste Freundschaftsspiel mit dem BC Konstanz/Egg datiert. Die zahlreichen weiteren Freundschaftsspiele und wechselseitigen Besuche, aus denen eine langjährige Verbundenheitresultierte, wurden anfangs von den Konstanzer Brüdern Josef und Ottmar Dreher, welche aus Egesheim stammten, in die Wege geleitet.

Am 04. Juli 1965 wurde Egesheim zu einem Pokalturnier an den Bodensee eingeladen, jedoch gewann man dort nicht mehr als den Fairness-Pkal. Beim Pokalturnier im Juni 1971, wiederum beim BC Konstanz/Egg schafften die Egesheimer wenigstens einen 2. Platz.

Zwischenzeitlich wurde innerhalb des Vereins die Sparte Ski gegründet und viele portler waren damals in den Sommermonaten im Fußballsport und in den Wintermonaten im alpinen Skisport aktiv (siehe hierzu auch die gesonderte Chronik der Sparte Ski) – vieles hat sich diesbezüglich bis heute nicht verändert.

 

Ein weiterer sportlicher Höhepunkt war im Jahr 1967 zu verbuchen: Nachdem man in den 4 vergangenen Jahren beim Heuberg-Wanderpokalturnier jeweils im Endspiel gegen Kolbingen bzw. Bubsheim nur zweiter Sieger geblieben war, konnte man als Ausrichter endlich den langersehnten Triumph feiern. Wieder hieß der Endspielgegner Bubsheim, den man deutlich mit 4:1 schlug.

Zwei Jahre später traf der SVE im Endspiel des Heuberg-Wanderpokalturniers, ausgetragen in Renquishausen, auf Kolbingen. Da ein Egesheimer Treffer durch den Schiedsrichter nicht gegeben worden war und Kolbingen bereits im Gegenzug das 1:0 besorgte, musste die Begegnung wegen Tumulten abgebrochen werden. Das wenige Wochen später ausgetragene Wiederholungsspiel gewann der Kontrahent mit 2:0. Damit überhaupt ein Wiederholungsspiel stattfand, war unter anderem auch der Verdienst des heutigen Staffelleiters der Kreisliga A III, Wilfried Walbel. Er wohnte bis ins Jahr 1970 in der Anhauser Mühle, welche zur Gemarkung Bubsheim zählt. Dennoch kamen hauptsächlich über Willi und Theo Stier Verbindungen zum SV Egesheim zustande. Sie waren es, die 1968 Herrn Waibel, welcher schon damals beim „Gränzbote“ arbeitete, aufforderten, doch einmal eine Jahreshauptversammlung des SVE zu besuchen. Obwohl dieser zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht Vereinsmitglied war, durfte er anschließend nicht nur den entsprechenden Pressebericht fertigen, sondern wurde gleich zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Über die These einzelner Egesheimer, Wilfried Waibel habe sich seinen sportlichen Sachverstand hauptsächlich hier erworben, ließe sich wohl trefflich streiten.

Im Hinblick auf den geschilderten Spielabbruch beim Heuberger-Wanderpokalturnier sprach die Bezirksspruchbehörde den Egesheimern die Hauptschuld zu. Jedoch trafen sich die Vertreter der teilnehmenden Vereine einige Zeit später, um sich mit der Angelegenheit auseinanderzusetzen. Nach der Intervention von Wilfried Waibel kam hier die Entscheidung für ein Wiederholspiel  zustande.

Noch als er im Jahr 1970 1.Vorsitzender beim SVE war, wurde er beim Staffeltag in Bubsheim zum Staffelleiter gewählt. Da sich der bisherige Staffelleiter Heinz Treiber nicht zur Wiederwahl stellte, stand ein Nachfolger zunächst nicht zur Verfügung. Der damalige 1.Vorsitzende des SV Königsheim,  Otto Frech, sei es gewesen, der den Hinweis auf den ihm gerade gegenüber sitzenden Wilfried Waibel gab, welcher von den Anwesenden sofort gewählt wurde und dieses Amt gleich 15 Jahre ausübte. Erst als Herr Waibel 1970 nach Mühlheim zog, gab er das Amt des 1.Vorsitzenden des SVE ab.

 

Im Jahr 1969/70 musste man von der B-Klasse zurück in die C-Klasse absteigen. In den Folgejahren waren im Männerfußball eigentlich nur kleinere Erfolge zu verbuchen, für die Saison 1972/73 konnte infolge Spielermangels schließlich überhaupt keine aktive Mannschaft gemeldet werden.

Der Neuanfang im Jahr 1973 war schwer, doch war es nicht zuletzt Willi Stier, der sich gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister und gleichzeitig ersten Vorsitzenden Eugen Weber um einen Wiederaufbau bemühte, waren doch mehrere Spieler zwischenzeitlich in auswärtigen Mannschaften aktiv. Der neue 1.Vorsitzende Willi Stier hatte es für eine Amtsübernahme zur Bedingung gemacht, dass die auswärts aktiven Spieler nach Egesheim zurückkehren mussten. Aufgrund dessen, dass mehrere jüngere Spieler wie beispielsweise Hans Dreher und Willi Ramsperger (1973), Jakob Mayer (1974), Siegfried Reiser und Alfred Sieger (1975) sowie Theo Reiser (1976) aus der Jugend nachrückten, die bei auswärtigen Mannschaften spielenden Akteure tatsächlich zurückkehrten und sehr oft ältere Spieler immer wieder aushalfen, konnte dieses Vorhaben gelingen. Des Weiteren waren die Gastspieler Alexander Gruber im Angriff und dessen Bruder Günther (zumeist im Tor) ebenfalls eine Verstärkung.

Dennoch war Mitte der 70er Jahre in Egesheim der Damenfußball deutlich erfolgreicher: Nachdem man bereits seit 1967 Freundschaftsspiele bestritten und immer regelmäßig trainiert hatte, meldeten sich die Damen erstmals für die Verbandsrunde 1973/1974. Mit 39 erzielten Treffern aus den 6 gewonnenen Gruppenspielen (mehr als 6 Tore pro Begegnung!) spielte man im Endspiel um die Bezirksmeisterschaft gegen Dunningen. Mit dem 1:0 – Sieg errang man sogar die Qualifikation für die Endrunde um die württembergische Fußballmeisterschaft. Die 16 Frauen-Bezirksmeister wurden in 4 Gruppen eingeteilt, wobei Gastgeber Egesheim gegen Nusplingen und Haslach antreten musste. Der 3:1 – Sieg gegen Nusplingen hatte eine gute Ausgangsposition für die Parte gegen Haslach geschaffen, doch zog man dort im Elfmeterschießen mit 5:6 (nach Verlängerung 3:3) den Kürzeren und schied aus dem weiteren Wettbewerb aus.

Trotz dieser Niederlage hatte man bis weit über die Kreisgrenze auf sich aufmerksam gemacht und viele Pressenotizen berichteten von diesem Ereignis. Besonders ein Bericht dürfte bei den Lesern zumindest ein Schmunzeln hervorgerufen haben, als die damals 14-jährige Marianne Mayer als „Küken der Mannschaft“ bezeichnet wurde.

 

Auch in den beiden folgenden Jahren gewannen die Egesheimer Fußballerinnen überlegen die Bezirksmeisterschaft und wiederum zeigten die Abschlusstabellen die Egesheimer Vormachtstellung: Im Jahr 1974/75 wurde man mit 20:0 Punkten und 37:3 Toren, im Jahr 1975/76 mit 16:0 Punkten und 26:1 Toren deutlicher Gewinner des Meisterschaftswimpels.

Die Bilanz dieser 3 Jahre mit 25 Siegen aus 25 Meisterschaftsspielen und einer Tordifferenz von 102:5 war nicht nur für Trainer Johann Reiser, bereits als Gründungsmitglied genannt, ein toller Erfolg.

 

 

 

In der Nacht vom 24. Auf 25. Juni 1975 wurde der Egesheimer Sportplatz durch ein Hochwasser schwer verwüstet: Nach erheblichen Regenfällen wurde ein Industriecontainer in die Bära von Reichenbach in Richtung Egesheim gespült. Als er sich im Bereich der Brücke zwischen Reichenbach und Egesheim querstellte und durch Geröll der Abfluss noch weiter erschwert wurde, stauten sich die Wassermassen in Richtung Reichenbach.

In den Abendstunden des 24. Juni wurde der Druck dann aber zu groß, so dass der Container nun unter die Brücke hindurch gedrückt wurde. Unmittelbar darauf verwandelte sich die Bära in einen reißenden Fluss und setzte den westlichen Teil von Egesheim vollständig unter Wasser. Einige der dort wohnenden Bürger mussten sogar mit Booten gerettet werden und den damaligen Vätern des Vereines eröffnete sich am 25. Juni beim Anblick des dort angrenzenden Sportplatzes ein Bild des Grauens: Der „Hagenbrühl“ war durch die Wassermassen in Verbindung mit dem Geröll vollständig verwüstet und musste neu angelegt werden. Erst im Sommer 1979 war es möglich, dort den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Im Rahmen eines Pokalturniers wurde die Sportplatzeinweihung gefeiert.

Man war gezwungen, einen Ausweichsportplatz zu bauen, den man auf dem Westerberg anlegte. Er musste nach der Überschwemmung mehrere Jahre als Hauptspielfeld herhalten, obwohl die Anfahrt wegen der engen Straße oftmals recht problematisch war. Nichts desto trotz war der SVE hier einmal eine lange Zeit ungeschlagen und galt deshalb als recht heimstark. Vor allem die auf dem Westerberg ausgetragenen Begegnungen gegen die Mannschaften aus Bubsheim, Denkingen oder Weigheim dürften den in dieser Zeit aktiven Spieler noch in bester Erinnerung sein. Insgesamt aber war der SVE in den 70er Jahren sportlich nicht vom Erfolg verwöhnt, so dass man auch bei den Pokalturnieren nur im Mittelfeld landete.

Erst im Mai 1982 fand man sich in den Schlagzeilen der lokalen Presse wieder, nachdem das Heuberg-Wanderpokalturnier, ausgetragen in Königsheim, gewonnen werden konnte: Die Mannschaft des SVE hatte sich in den Gruppenspielen gegen den SV Königsheim, den SC Renquishausen und den SV Mahlstetten zu behaupten. Nach Siegen gegen Königsheim (2:0) und Renquishausen (1:0) hätte man sich in der abschließenden Begegnung gegen Mahlstetten mit einem Unentschieden für das Endspiel qualifizieren können. Am Ende des als rasant bezeichneten Spieles hieß es 1:1, der Finalgegner hieß SV Bubsheim.

Durch ein Freistoßtor von Spielertrainer Albert Nann ging der SVE in Führung, doch musste man nach einem Eigentor den Ausgleich und nach einem Kopfballtor sogar das 1:2 hinnehmen. Dem Egesheimer Kapitän Hans Dreher war es aber vorbehalten, ebenfalls mit einem per Kopf erzielten Treffer den Ausgleich zu erzielen und damit die Verlängerung zu erzwingen.

In dieser konnte keine der beiden Kontrahenten einen Treffer erzielen, - ein Elfmeterschießen musste die Entscheidung herbeiführen.

Dem Pressebericht zufolge sei der damalige Egesheimer Torhüter Dieter Stier, übrigens auch heute noch in der Mannschaft des SVE aktiv, über sich hinaus gewachsen und habe gleich zwei Strafstöße pariert, am Ende hieß es somit 7:5 für die klassenniedrigeren Egesheimer.

 

Die Turnierspiele fanden bei großer Hitze statt, auch lagen zwischen dem abschließenden Gruppenspiel der Egesheimer und dem Finalspiel lediglich 15 Minuten. Trotzdem kämpften alle Egesheimer um jeden Meter und der Egesheimer Siegfried Reiser lief tatsächlich bis zum Umfallen: wegen der Überanstrengung erlitt er einen Kreislaufzusammenbruch und hatte, wie viele weitere Spieler auch, ärztliche Hilfe nötig.

Nach dem Vorbild der aktiven Mannschaft gewannen die Alten Herren des SVE in den Jahren 1982-1984 das Heuberg-Wanderpokalturnier und durften damit den Pokal in ihren Besitz nehmen. Es handelte sich überwiegend um jene Spieler die in den 60er Jahren in der B-Klasse spielten, so dass ihre Überlegenheit in der näheren Umgebung beinahe eine logische Folge war.

 

Erst im Jahr 1987, mit einem Jahr Verspätung, feierte der Sportverein sein 40jähriges Bestehen und 2 Jahre später, in der Saison 1988/89 endlich wieder den Aufstieg in die Kreisliga A. Allerdings hatte es zu Beginn der Spielrunde ganz anders ausgesehen. Nach Niederlagen gegen den SC Wellendingen II und den SV Bubsheim II sowie den Unentschieden gegen den SV Mahlstetten II und die Sportfreunde Trossingen war man mit schwachen 18:6 Punkten gestartet und wies bereits 4 Punkte Rückstand auf den Hauptkonkurrenten, die Sportfreunde Trossingen, auf.

Dafür verlief die Rückrunde dann aber mehr als erfolgreich. Mit einem 2.2 Unentschieden gegen Reichenbach musste man den einzigen Punktverlust hinnehmen und fegte im letzten Punktspiel bei den Sportfreunden in Trossingen diesen Gegner sogar mit 5:0 vom Platz. Im Autokorso ging es zurück nach Egesheim, wo die Musikkapelle des MV Egesheim schon bereit stand.

Mit Spielertrainer Hans Braun und dem gleichen Spielerkader konnte im Folgejahr auch problemlos der Klassenerhalt gesichert werden.

Als dann im Sommer 1990 gleich mehrere der erfahrenen Spieler (Hans Braun, Ambros-Werner Dreher, Bernhard Hippel, Hubert Keller, Norbert Kirmayer, Armin Merkt, Harald Reiser) dem aktiven Fußballsport den Rücken kehrten und ein weiterer Akteur (Willi Mengis) den Verein wechselte, sollte wieder der Abstieg in die Kreisliga B angetreten werden.

 

Dafür schaffte es der SV Egesheim 2 Jahre später, in den Jahren 1992-1993, den langjährigen Diskussionen um den Bau eines Sportheimes ein Ende zu bereiten.

Seit Anfang der 60er Jahre fand der größte Teil der Egesheimer Veranstaltungen in der sogenannten Baracke statt. Es handelte sich um ein Gebäude, das bis dato in Hechingen als Aufnahmelager für Flüchtlinge diente. Unter der Leitung des 1.Vorsitzenden Hans Stier und des Lehrers der Egesheimer Schule, Hugo Mayer, war das Gebäude in Egesheim wieder aufgebaut worden, allerdings konnte nur eine vorläufige Genehmigung erhalten werden.

Später wurden die Gasträume des Lokales „Sonne“ gepachtet, jedoch traten in den entsprechenden Verhandlungen über erforderliche Renovierungs- und Reparaturarbeiten immer größere Probleme auf, worauf der Pachtvertrag aufgekündigt wurde.

1992 beschloss die Vorstandschaft mit dem 1.Vorsitzenden Hubert Keller, die Baracke zu einem Vereinsheim umzubauen. Im darauffolgenden Frühjahr waren die Arbeiten größtenteils abgeschlossen, so man in den Fastnachtstagen erstmals Gäste begrüßen durfte. Oftmals wird auch heute noch von Spielern auswärtiger Mannschaften bestätigt, dass das Innere des Sportheimes ein wahres Schmuckstück darstellt.

Treffend bezeichnete ein Gast einmal das Engagement des damaligen 1.Vorsitzenden Hubert Keller, als er feststellte, dass man diesem für den Bau dieses Sportheimes eigentlich ein Denkmal setzen müsste. In gesellschaftlicher Hinsicht ist das Sportheim in Egesheim heute sicherlich nicht mehr wegzudenken.

 

Ebenfalls im Jahr 1993 war man Ausrichter des 38. Heuberger-Wanderpokalturnieres. Zwar verpasste die Mannschaft knapp den Einzug ins Finale, doch zeigten sich die Gäste wie die Einheimischen von der nahezu optimalen Organisation beeindruckt.

Nach 3 Spielzeiten in der Kreisliga B durften die Egesheimer im Jahr 1994 den Meisterschaftswimpel von Staffelleiter Schray erneut entgegennehmen. Nachdem man nach 11 Spielen mit der Maximalpunktzahl gestartet worden war, gingen das letzte Punktspiel vor der Winterpause gegen den Meisterschaftskonkurrenten aus Seitingen mit 0:2 und gleich das erste Punktspiel nach der Winterpause gegen Deilingen mit 0:1 verloren.

Bis zur letzten Begegnung ging es nur noch darum mehr Treffer als der SV Seitingen zu erzielen, was mit einem abschließenden Torverhältnis von 125:25 gelang.

Auch in der letzten Partie gegen den SV Renquishausen II ließen sich die Spieler von Rüdiger Querner diesen großen Erfolg nicht mehr nehmen und gewannen mit 12:1 Toren. Auch an diesem Tag war der Musikverein Egesheim wieder zur Stelle und umrahmte seinerseits den Triumph meisterhaft.

 

In den vergangenen 2 Jahren machte sich vor allem die erfolgreiche Jugendarbeit bezahlt. Nicht zuletzt deshalb vermochte man sich zumeist behaupten, auch wenn in der zurückliegenden Spielrunde ein leichter Einbruch festzustellen war und bei Druckbeginn dieses Rückblickes noch nicht feststand, ob in der Saison 1995/96 der Klassenerhalt gesichert werden konnte.

Abschließend bleibt festzustellen, dass in den zurückliegenden 50 Jahren das in der ersten Vereinssatzung gesteckte Ziel „die Sportinteressierten in Egesheim zusammenzufassen und die sportlich-kameradschaftliche Gesellschaft zu pflegen“ erreicht worden sein dürfte.

Nur durch die Tätigkeit all jener die diesen Verein in der Funktion des 1.Vorsitzenden, in den Vorstandschaften, in den Fußballmannschaften oder in anderer Art und Weise „hinter den Kulissen“ unterstützten, war das Erreichen dieses Zieles möglich und gerade ihnen soll nach 5 Jahrzehnten hiermit großer Dank ausgesprochen werden.

 

April/Mai 1996

 

Frank Reiser


Chronik zwischen 1996 und 2016


Die Saison 1995/1996 war für den SV Egesheim eine Spielzeit mit sehr gemischten Gefühlen: Einerseits stand am Ende der Spielzeit der bittere Abstieg in die Kreisliga B fest, andererseits konnte die Mannschaft um Trainer Edgar Bormann 1996 den Heubergwanderpokal in Böttingen gewinnen. 

In der Vorrunde konnten beide Spiele souverän gewonnen werden. Dabei war man gegen den SV Mahlstetten mit 4:1 siegreich, der FC RW Reichenbach zog mit 2:0 den Kürzeren. In der Zwischenrunde mussten sich die Egesheimer zunächst mit einem 1:1 Unentschieden gegen den Gastgeber begnügen, konnten aber durch einen 2:1 Erfolg über den SV Kolbingen in das Finale einziehen. Zuvor hatte der SV Kolbingen mit 1:0 die Oberhand gegen die gastgebende Mannschaft behalten.

Im Endspiel traf man auf das favorisierte Team des SV Bubsheim. Dieses gewann der SV Egesheim laut Pressebericht „nicht einmal unverdient, denn mit hervorragender kämpferischer Leistung und schnörkellosem, effektiven Konterspiel entzauberten die Schützlinge von Trainer Edgar Bormann den vermeintlichen Favoriten.“  In der 14. Minute brachte Roland Reiser die Egesheimer Mannschaft in Führung. Kurz nach der Pause konnte der reaktivierte Torjäger Dieter Stier einen gut ausgespielten Konter souverän zum 2:0 vollenden. Die endgültige Entscheidung brachte in der 48. Minute Hans-Willi Frick nach einem Steilpass von Frank Dreher. Am Ende stand ein verdienter wie klarer 3:0 Endspielerfolg, welcher ausgiebig, auch mit Begleitung des Musikvereins, gefeiert wurde.

Die Euphorie aus dem Gewinn des Heubergwanderpokals konnte leider nicht mit in die letzten Rundenspiele genommen werden. So stand am Ende der bittere Abstieg in die Kreisliga B.

 

Wenige Wochen später fanden die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des SV Egesheim statt: Die Festivitäten starteten am Montag, den 08. Juli 1996 mit dem Beginn des Turniers, an dem 10 Mannschaften in zwei 5er-Gruppen um den Einzug in die beiden Halbfinale kämpften. Am Ende gewann der TV Wehingen das Endspiel am Sonntag  gegen den TSV Nusplingen im Elfmeterschießen.

Doch nicht nur auf dem grünen Rasen war etwas geboten, sondern der Verein organisierte ein attraktives Rahmenprogramm, welches Gäste aus Nah und Fern nach Egesheim lockte. Am Freitag gratulierten die „Eldorados“ dem Geburtstagskind, nachdem die Gäste bereits zum Stehempfang in die Gemeindehalle geladen wurden. In diesem würdigen Rahmen wurden verdiente und langjährige Vereinsmitglieder geehrt.

Der Höhepunkt der Jubiläumsfeier wurde am Samstag von Wilfried Haselberger moderiert, welcher gekonnt durch das Abendprogramm mit vielen Stars aus Funk und Fernsehen führte. Die Geschwister Hofmann, die Neue Donauschwäbische Blasmusik, Stefan Noll, das Brock-Terzett und die Filder Spatzen kamen der Einladung des Vereins gerne entgegen und boten der vollgefüllten Halle einen wunderschönen Abend.

Diesen Fauxpas des Abstiegs konnte der SV Egesheim in der folgenden Spielzeit wieder wettmachen. Am Ende der Spielzeit 1996/1997 stand die Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr in die Kreisliga A.

Der Kreisliga A gehörte man in den folgenden Jahren stets an.

Ein bedeutendes Highlight in der Geschichte des Sportvereins war die Ausrichtung des Heubergwanderpokal-Turniers im Jahre 2000. Hier zeigte man sich nicht nur als sehr guter Organisator, sondern konnte auch sportlich mehr als überzeugen:

Am Ende war es die Gastgebermannschaft, die „Und wir haben den Pokal“-singend eine Siegerraupe über das Spielfeld und anschließend im Festzelt machen konnte. Nach dem 1:0 Sieg über den SV Mahlstetten im ersten Vorrundenspiel und dem anschließenden 2:1-Erfolg des SV Kolbingen über die Mahlstetter Mannschaft stand man vorzeitig in der Zwischenrunde. Das abschließende Gruppenspiel gegen das Team aus Kolbingen endete torlos. In der Zwischenrunde konnte der SV Egesheim im letzten Gruppenspiel den Finaleinzug durch einen 1:0 Erfolg über den SV Königsheim perfekt machen. Zuvor hatte der SV Königsheim mit 5:1 die Oberhand gegen den SV Bubsheim behalten, während der SV Egesheim mit 2:1 gegen die Bubsheimer gewann.

Im Finale nahmen die Spieler um Spielertrainer Alexander Weiger von Beginn an das Heft in die Hand und hatten bis zur Pause ein Chancenplus. So erzielte Siegfried Stier in der 18. Spielminute mit einem wuchtigen Schuss das 1:0, welches Alexander Weiger noch vor der Pause mit einem gefühlvollen Schlenzer von der Torauslinie auf 2:0 ausbauen konnte. Nach der Pause drängten die Böttinger auf den Anschlusstreffer, welchen sie durch einen Freistoßtreffer in der 48. Spielminute vor gut 600 Zuschauern erzielen konnten. Letztendlich blieb es beim verdienten 2:1 Erfolg der Gastgebermannschaft, welche den Gewinn des prestigeträchtigen Turniers gemeinsam mit ihren Fans sowie vom Musikverein umrahmt noch stundenlang feierte.

Im Relegationsspiel auf dem Sportgelände des VfL Mühlheim ging es am 15. Juni 2002 um den Verbleib in der Kreisliga A, nachdem man die Spielzeit auf dem viertletzten Tabellenplatz abgeschlossen hatte. Gegner war der SV Bubsheim, welcher seinerseits Vizemeister in der Kreisliga B wurde. Die Egesheimer waren dabei optisch überlegen, jedoch fehlte die Durchschlagskraft im Angriff. Außerdem wurde in der 60. Minute ein klarer Strafstoß verweigert. Die Bubsheimer gewannen durch Tore in der 68. und 90. Spielminute mit 2:0, sodass der SV Egesheim den bitteren Gang in die Kreisliga B antreten musste, während der SV Bubsheim den Aufstieg feierte.

In der folgenden Spielzeit stand man erneut in der Relegation, da der SV Egesheim das Spieljahr nach 26 Spieltagen mit 61 Punkten und einem Torverhältnis von 74:38 als Vizemeister abgeschlossen hatte und somit um den direkten Wiederaufstieg kämpfte. Zunächst ging es im Duell gegen den TSV Neuhausen mit Hin- und Rückspiel um die Qualifikation für das entscheidende Relegationsspiel gegen den VfL Nendingen.

Im Hinspiel am 18. Juni 2003 vermochte Gastgeber TSV Neuhausen eine 3:1 Führung nach 80 Minuten nicht über die Zeit zu retten und musste sich gegen aufopferungsvoll kämpfende Egesheimer noch mit einem 3:3 Unentschieden begnügen. Die Tore für den SV Egesheim erzielten Alexander Rombach, Siegfried Stier (FE) sowie Gerd Villing. 

Im Rückspiel auf heimischem Terrain war man schnell nach 20 Minuten mit 0:2 in Rückstand geraten. Eine gewisse Vorentscheidung schien gefallen zu sein, da bis zu diesem Zeitpunkt der TSV Neuhausen die dominierende Mannschaft war und das Spiel klar beherrschte. Doch mit dem Anschlusstreffer durch Siegfried Stier keimten die Hoffnungen der Hausherren wieder auf. Spielertrainer Alexander Weiger mit einem Doppelpack (38. und 43.) sowie Matthias Siegler (40.) erzielten innerhalb weniger Minuten vor der Halbzeitpause 3 Treffer und brachten den SV Egesheim mit 4:2 in Front. In der 88. Spielminute verkürzten die Gäste nochmals auf 4:3, aber schon im Gegenzug konnte Gerd Villing die endgültige Entscheidung herbeiführen und die Egesheimer Elf konnte sich damit für das Relegationsfinale am 28. Juni 2003 in Bärenthal gegen den VfL Nendingen qualifizieren.

Der SV Egesheim gewann das Relegationsendspiel in Bärenthal vor rund 400 Zuschauern mit 3:2 nach Verlängerung gegen den VfL Nendingen und feierte somit den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Laut Pressebericht hatten die Egesheimer „am Ende kämpferische Vorteile, so dass der knappe Sieg am Ende nicht unverdient war.“ Das Spiel begann mit einem katastrophalen Abwehrfehler des SV Egesheim, den die Nendinger zur frühen Führung nach gerade einmal 2 Minuten nutzen konnten. Nachdem bereits in der 21. Spielminute der Ausgleich erstmals in der Luft lag, konnte Siegfried Stier den Vorsprung mit einem strittigen Elfmeter in der 23. Minute egalisieren. Die erneute Nendinger Führung fiel unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff.  10 Minuten nach Wiederanspiel hatte Matthias Siegler nach klasse Vorarbeit von Spielertrainer Alexander Weiger einfaches Spiel und schob locker zum 2:2 ein. In der Folge gab es kaum Torchancen auf beiden Seiten, sodass es folgerichtig in die Verlängerung ging. Dort konnte der eingewechselte Dieter Stier in der 107. Spielminute  einen Freistoßtreffer aus rund 20 Metern von der halbrechten Seite aus in das gegnerische Tor zirkeln und so für den Endstand mit dem verbundenen Aufstieg sorgen. Dieser wurde traditionell ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Ein Novum konnte Vorstand Roberto Reiser für die neue Saison ankündigen, da der SV Egesheim erstmals mit einer zweiten Mannschaft (zusammen mit dem SV Böttingen) in die neue Spielzeit starten sollte.

Wenige Wochen später sollte der nächste Erfolg gefeiert werden können: Die AH-Mannschaft der SG Egesheim/Reichenbach konnte nach 2001 und 2002 auch in diesem Jahr den Wanderpokal gewinnen. 

Auf eigenem Platz schlug man im Endspiel die Mannschaft aus Bärenthal deutlich mit 3:0 und durfte damit den Pott dauerhaft behalten sowie das Turnier im nächsten Jahr erneut ausrichten.

In den folgenden Jahren erlebte der SV Egesheim sportlich äußerst magere Jahre und sollte in den kommenden beiden Jahren bis in die neugegründete C-Klasse durchgereicht werden. Dort spielte man stets um den Aufstieg mit, schlussendlich reichte es aber nie für eine Rückkehr in die Kreisliga B.

Im Jahre 2009 war der SV Egesheim erneut Gastgeber des Heubergwanderpokal-Turniers, welches gewohnt erfolgreich durchgeführt wurde. Der SV Egesheim zeigte sich einmal mehr als hervorragender Ausrichter dieses sportlichen Großevents auf dem Heuberg. Sportlich schied man jedoch in der Zwischenrunde aus.

Erst in der Saison 2011/2012 konnte die neu formierte Mannschaft um den neu gewonnenen Spielertrainer Oliver Raiser wieder sportliche Erfolge feiern. Zum Einen konnte bereits am vorletzten Spieltag die Meisterschaft vorzeitig gesichert werden. Am Ende wurde man verdient mit 52 Punkten aus 20 Spielen sowie einem Torverhältnis von 85:22 Meister und kehrte nach jahrelanger Abstinenz wieder in die Kreisliga B zurück

Doch damit nicht genug: Der SV Egesheim krönte eine überragende Saison am Pfingstwochenende mit dem sensationellen Gewinn des Heubergwanderpokals. Damit konnte der SV Egesheim erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Double gewinnen. 

In der Vorrunde verlor man zunächst das Eröffnungsspiel gegen den späteren Endspielgegner SV Bubsheim mit 3:0 und musste somit im letzten Gruppenspiel gegen den SV Kolbingen gewinnen, um sich für die Zwischenrunde qualifizieren zu können. Das Spiel konnte durch einen sehenswerten Freistoßtreffer von Marco Stier mit 1:0 gewonnen werden. Am Pfingstmontag trennte man sich im ersten Spiel gegen den gastgebenden SV Mahlstetten nach einem Rückstand mit dem letztendlich verdienten 1:1 Unentschieden, nach einem wiederum anschaulichen Tor durch Stefan Milles. Im zweiten Zwischenrundenspiel standen die Egesheimer dem SV Bärenthal gegenüber, welcher das Spiel über weite Strecken klar dominierte und spielerisch deutliche Vorteile hatte. Letztendlich war es aber Matthias Siegler, der mit einem Kopfball im Anschluss an einen Eckball den vielumjubelten 1:0 Siegtreffer erzielte. Durch das anschließende Remis der Mahlstetter gegen den SV Bärenthal stand der SV Egesheim im Finale und war dort krasser Außenseiter gegen den A-Ligisten aus Bubsheim, die sich nach dem Vorrundensieg bereits als sichere Sieger wähnten

Doch am Ende des spannenden Endspiels setzte sich die kämpferische Leistung durch“ hieß es im Pressebericht. Der SV Egesheim verteidigte geschickt gegen spielerisch dominierende Bubsheimer und konnte in der 37. Minute durch das Tor des Tages von Lars Stier im Anschluss an einen Freistoß aus dem Halbfeld in Führung gehen, welche man bis zum Schlusspfiff mit einer kompakten Defensivleistung verteidigen konnte. „Heute Abend wird in Egesheim die Hölle los sein – wie vor 2 Wochen beim Aufstieg in die Kreisliga B“ so die Worte des Erfolgstrainers Oliver Raiser. So konnte der Gewinn des Heubergwanderpokals sowie der Meisterschaft über mehrere Tage ausgiebig gefeiert werden.

Leider stieg man am Ende der kommenden Spielzeit 2011/2012 zwar knapp, insgesamt aber verdient direkt wieder ab und stand vor einer schwierigen Spielzeit 2012/2013, in welcher man nur aufgrund vieler Aushilfen eine Mannschaft stellen konnte. Daher war ein neuer sportlicher Anfang unumgänglich gewesen, welcher aber rückblickend mehr als gelungen ist. Mit Reiner Sieger konnte ein einheimischer Spielertrainer gewonnen werden. Unterstützung erhielt er von Co-Trainer Dennis Engelhardt. Außerdem konnten in den kommenden Jahren diverse Nachwuchsspieler und insbesondere Eigengewächse in die Mannschaft integriert werden. So stieg man in der Saison 2013/2014 souverän als Meister mit 47 Punkten aus 18 Spielen sowie einem Torverhältnis von 72:13 bereits am drittletzten Spieltag auf und feierte die Rückkehr in die Kreisliga B.

Die Meistermannschaft 2013/2014 in der Kreisliga C

Hintere Reihe von rechts nach links: Helmut Dreher (Vorstand), Reiner Sieger (Spielertrainer), Michael Ritter, Dennis Engelhardt, Stefan Milles, Marco Stier, Eric Kaiser, Edgar Sauter, Janik Ganz, Lars Stier und Roger Fischinger (Staffelleiter Kreisliga C)

Vordere Reihe von links nach rechts: Matthäus Lis, Matthias Siegler, Peter Ritter, Andreas Göhner, Waceslav Komarov, Alexander Reiser, Andre Renner, Nico Penz und Alexander Rombach

In den folgenden beiden Spielzeiten konnte der SV Egesheim eine positive Rolle spielen und landete jeweils im vorderen Mittelfeld. Der SV Egesheim wusste in diesen beiden Jahren auch beim Heubergwanderpokal zu überzeugen, auch wenn es leider nicht zum Gewinn gereicht hat. 2015 verlor man im Endspiel gegen den gastgebenden SV Bubsheim mit 3:0 und im Folgejahr belegte man einen guten 3. Platz, wobei man hier sehr unglücklich an der Finalteilnahme vorbeischrammte.

Im März 2015 wurde Edgar Sauter auf der Generalversammlung einstimmig zum neuen 1. Vorstand des Sportvereins gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Helmut Dreher an, welcher 14 Jahre die Geschicke des Vereins leitete und den Verein sowie das Vereinsleben prägte.

Beim Bernhard-Denz-Gedächtnisturnier ging der SV Egesheim im Jahre 2015 zum ersten Mal als Sieger hervor. Im Finale besiegte man die SG Irndorf/Bärenthal verdient mit 2:1, nachdem zuvor die Partie gegen den SV Renquishausen (2:1) sowie das Halbfinale gegen den SV Kolbingen (1:0) gewonnen werden konnten.

Einen Schock erlebte der SV Egesheim sowie die Einwohner am Jahresanfang 2016, als der Nebenraum sowie die Garage des Sportheimes lichterloh brannten und nur aufgrund wachsamer Anwohner sowie dem Einsatz der hiesigen Feuerwehren Schlimmeres verhindert werden konnte. Der Nebenraum sowie die Garage befinden sich derzeit im Wiederaufbau.

Der SV Egesheim startete mit dem „Tanz in den Mai“ in sein Jubiläumsjahr 2016 und konnte neben Stars aus Funk und Fernsehen sehr viele begeisterte Gäste in der Gemeindehalle begrüßen. Für den Abend konnte der SV Egesheim Hansy Vogt gewinnen, welcher gekonnt durch den Abend führte. Annähernd 200 Gäste feierten mit dem Älbler Duo SaWa und mit Patrick und Denise bis in die späten Abendstunden. Die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum wurde genutzt, um Willi Ramsperger und Theo Reiser für ihre 70 Jahre SVE Mitgliedschaft zu ehren. Willi und Theo waren seit der Vereinsgründung im Jahre 1946 Vereinsmitglied und sind somit beide die damals noch einzigen lebenden Zeitzeugen der ersten Stunde des SV Egesheim.

Am Pfingstwochenende 2016 fand das traditionelle Heuberg-Wanderpokalturnier beim Nachbar aus Reichenbach statt. Die ersten beiden Tage fielen dabei wortwörtlich ins Wasser. Um den Platz für die Spiele der Aktiven Mannschaften zu schonen, bat der FC Reichenbach den SV Egesheim drei der angesetzten Jugendspiele in Egesheim zu absolvieren. Dieser Bitte kam der SVE gerne nach und führte kurzfristig die ausgelagerten Jugendspiele für den FC Reichenbach durch. Die Aktiven starteten furios in das Turnier und konnten sich mit einem 2:1 gegen den SV Renquishausen und einem 1:1 gegen den SV Böttingen und dem damit verbundenen Gruppensieg für den zweiten Tag des Heubergers qualifizieren. Das erste Spiel der Zwischenrunde gegen den SV Kolbingen konnte der SV Egesheim mit 2:1 für sich entscheiden. Im darauffolgenden Spiel gegen den Gastgeber aus Reichenbach kamen die Egesheimer trotz hoher Überlegenheit und aufgrund eines glasklaren Tores, welches nicht gegeben wurde, nicht über ein 1:1 hinaus. Aufgrund dessen, dass der FC Reichenbach sein zweites Spiel gegen den SV Kolbingen mit 3:0 gewinnen konnte, zog der FC Reichenbach in das Finale ein, der SV Egesheim erreichte dennoch einen grandiosen 3. Platz, welcher gebührend im Sportheim in Egesheim gefeiert wurde.

 

Am 23. und 24. Juli 2016 stand bereits das nächste Highlight vor der Tür, der SV Egesheim veranstaltete ein Jubiläumsturnier (70 Jahre SV Egesheim), welches mit einem Elfmeterschießen und dem McDonalds Cup für die Jugendspieler umrahmt wurde. Bei dem Jubiläumsturnier kämpften 9 Mannschaften um den erstmalig verliehenen Pokal. Nach sehr ansehnlichen und spannenden Duellen, konnte sich am Schluss der SV Gosheim im Finale gegen den SV Erlaheim durchsetzen. Die Mannschaft des Sportverein Egesheim konnte leider nur auf einem enttäuschenden 8. Platz landen.

 

Im Oktober 2016 fand wie die Jahre zuvor das SVE-Oktoberfest in der Gemeindehalle in Egesheim statt. Das Oktoberfest war dabei ein voller Erfolg. Bei bayrischen Köstlichkeiten unterhielt das Gamsbart-Trio die über 250 Gäste bis spät in die Nacht.


Chronik ab 2017


Das Jahr 2017 stand bereits auch im Zeichen des 2018 folgenden Heuberg-Wanderpokalturniers im eigenen Ort. Zahlreiche Abende und Sitzungen waren für die Planung des großen Events bereits im Vorjahr notwendig. Die Saison 2016/2017 konnte der SV Egesheim leider nur mit einem enttäuschenden 10. Platz abschließen. Dies war vor allem der dünnen Kaderbreite und den vielen teils sehr schweren Verletzungen geschuldet.

 

Das am Pfingstwochenende 2017 in Königsheim stattfindende Heuberg-Wanderpokalturnier konnte der SV Egesheim trotz dem bereits aufgeführten verletzungsbedingten Spielermangel positiv gestalten und sich letztlich für den zweiten Turniertag qualifizieren. Am Ende erreichte der SV Egesheim einen verdienten 5. Platz.

 

Sportlich Stand das Jahr 2017 aber auch im Zeichen des Wechsels. Nach vier Jahren gab Reiner Sieger bekannt, dass er für die Saison 2017/2018 nicht mehr als Spielertrainer zur Verfügung stehen werde. Es war somit notwendig einen neuen Trainer für die kommende Saison zu finden. Hier konnte der SV Egesheim mit Kai Dreher und Tim Dreher zwei Eigengewächse nach Egesheim zurückholen und für das Amt des Trainers gewinnen.

 

Es konnten neben den beiden Spielertrainern noch einige weitere neue Spieler für den SV Egesheim gewonnen werden. So wurde der Kader in der Breite, aber auch vor allem in der Qualität bedeutend verstärkt. Dies machte sich bereits beim Warm-Up Turnier, welches bereits zum zweiten Mal in Egesheim stattfand, bemerkbar. Der SV Egesheim, welcher im Vorjahr noch chancenlos war, konnte sich einen soliden 6. Platz erspielen. Das WarmUp-Turnier wurde am Freitagabend durch ein Elfmeterschießen mit anschließender Party im Festzelt abgerundet. Die Vorrunde der Saison 2017/2018 lief optimal für den SV Egesheim. So konnte der SVE mit 32 Punkten aus 12 Spielen und einem Torverhältnis von 43:14 die verdiente Herbstmeisterschaft feiern.

 

Das Vereinsjahr 2018 stand ganz im Zeichen des 64. Heuberg-Wanderpokalturniers in Egesheim. Als Einstieg in dieses Festjahr startete der SV Egesheim mit einem Highlight. Zur Gruppenauslosungs-Veranstaltung für das Heuberg-Wanderpokalturnier 2018 am Freitag, den 16.02.2018 konnte der Ehrengast Knut Kircher, ehemaliger DFB- und FIFA-Schiedsrichter gewonnen werden. Diese Auslosungsveranstaltung war mit an die 150 anwesenden Gästen ein voller Erfolg. Knut Kircher leitete die Auslosungsveranstaltung mit einem Vortrag zu dem Thema „Entscheidungen treffen“ gespickt mit vielen Interessanten Themen aus der Sicht eines Weltklasse-Schiedsrichtern, wahre Geschichten aus seiner Laufbahn und mit viel Witz. Alle Gäste waren restlos begeistert über diesen tollen Vortrag. Der SV Egesheim wurde an diesem Abend durch die „Losfee“ Knut Kircher in die Gruppe mit dem FC Reichenbach und dem SV Kolbingen gelost.

Am 18.05.2018 war es dann so weit, das Heuberg-Wanderpokal Turnier in Egesheim startete mit einem Handwerkervesper und anschließendem Fassanstich durch den ersten Vorsitzenden Edgar Sauter, dem damaligen Bürgermeister Josef Bär, dem Landrat Stefan Bär und dem Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf. Die Seniorenkapelle aus Bubsheim umrahmte die festliche Eröffnung stimmungsvoll. Am Nachmittag fanden hier parallel die E-Jugendspiele statt. Die Abendveranstaltung wurde durch die Metallband Defender eröffnet, die als Vorband zu den „The Woodpeckers“ auftraten. Der Abend stand somit ganz im Zeichen des Rock ‘n Rolls.

Am darauffolgenden Samstag fanden über den ganzen Tag verteilt die Turniere der Jugenden statt. Der Turniertag startete mit den Turnieren der Bambinis, bei welchem wir eine eigenständige Egesheimer Mannschaft stellen konnten. Parallel hierzu kämpften die Kinder der F-Jugend um den begehrten Heuberg-Wanderpokal. Auch die Kinder der D- und C-Jugend kämpften an diesem Tag um die Krone des Heubergs. Ein Novum stellte hier wohl dar, dass Mannschaften aus Nusplingen und aus Wehingen am Turnier teilnehmen durften. Dies war notwendig und von den Heuberger Vereinen einstimmig beschlossen worden, um überhaupt ein Turnier mit genügenden Jugendmannschaften auf die Beine stellen zu können. Am Abend des Pfingstsamstages wurden die Kleidungskisten nach Flower-Power Utensilien durchforscht, denn die Kultschlagerband der „Papi´s Pumpels“ fand den Weg nach Egesheim. Mit etlichen Schlager Covern und quietschbunten Outfits umrandet mit Schlaghosen heizten die Pumpels das Festzelt so richtig ein.

Am Pfingstsonntag war es dann soweit, das Aktiven Turnier startete mit dem Eröffnungsspiel und gleichzeitigem Derby schlechthin mit dem SV Egesheim gegen den FC Reichenbach. Das Spiel endete 1:1, nachdem der Schiedsrichter ein glasklares Tor der Egesheimer aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition zurückgenommen hatte. Das zweite Spiel konnte der SV Egesheim mit einem ungefährdeten 3:0 Sieg gegen den eigentlich favorisierten SV Kolbingen für sich entscheiden und konnte sich somit auf heimischen Gefilden als Tabellenerster für die Hauptrunde am Montag qualifizieren. Am Abend fand die Party einen gebührenden Abschluss, denn die Cover Band Filiale Süd fand sich zu einem ihrer letzten Auftritte als Band überhaupt in Egesheim ein. Knapp 2.000 Gäste stürmten das Festzelt und feierten bis in die frühen Morgenstunden.

 

Der Pfingstmontag wurde traditionell mit einem Zeltgottesdienst eröffnet. Danach startete der SV Egesheim gegen die SGM Mahlstetten/Dürbheim in die Hauptrunde und unterlag hierbei sehr unglücklich der klassenhöheren Mannschaft aus Mahlstetten mit einem 2:1. Im zweiten Hauptrundenspiel trafen die Egesheimer auf die Bezirksligamannschaft des SV Bubsheim und konnte mit viel Kampfgeist und angefeuert durch die heimischen Fans dem SV Bubsheim ein 0:0 Unentschieden abringen. Der SV Egesheim erzielte somit einen zufriedenstellenden 5. Platz. Im Finale trafen an diesem Tag der SV Bubsheim und der SV Renquishausen aufeinander. Das Spiel konnte der SV Bubsheim klar mit 4:1 für sich entscheiden und sich somit zum Heuberg Wanderpokal Sieger krönen.

Während der Rückrunde der Saison 2017/2018 konnte der SV Egesheim die guten Leistungen der Vorrunde bestätigen und am Ende der Saison den Aufstieg als Zweitplatzierter mit nur einem Punkt Rückstand auf den Meister der SGM Fridingen/Mühlheim, den Aufstieg in die Kreisliga A feiern.

Die Aufstiegsmannschaft der Saison 2017/2018 (v.l.n.r.)

Hintere Reihe: Patrick Seemann, Florian Schumpp, Fabian Moser, Heiko Gentner, Stefan Milles, Lars Stier, Marco Stier und Vorstand Edgar Sauter

Mittlere Reihe: Eugen Pressler, Daniel Bitdorf, Chris Klaiber, Tim Dreher, Nico Penz, Waceslav Komarov und Jonas Ganz Vordere Reihe: Adam Balij, Kai Dreher, Eugen Pressler, Alexander Rommbach, Tobias Gehring.

Auch die AH des SV Egesheim war im Jahr 2018 erfolgreich und konnte bei einem Blitzturnier im Bärenthal einen grandiosen Turniersieg feiern.

SVE AH-Mannschaft 2018: AH Turniersieger beim SV Bärenthal

(v.l.n.r.): Matthäus Lis, Nico Penz (Trainer), Frank Siegler, Steffen Rombach, Stefan Milles, Eugen Pressler, Alexander Rombach und Edgar Sauter

Die Kreisliga A Saison 2018/2019 lief leider verletzungsbedingt nicht wie gewünscht. Nach schweren Verletzungen wichtiger Stammspieler wie Lars Stier oder Florian Schumpp, stand der SV Egesheim zur Hinrunde mit nur 7 Punkten aus 14 Spielen auf einem enttäuschenden vorletzten Platz. In der Rückrunde stabilisierte sich der SV Egesheim wieder etwas und konnte noch 14 Punkte gewinnen. Trotz dieser Aufholjagd, vor allem gegen Schluss (die letzten 3 Partien wurden allesamt gewonnen), verpasste der SV Egesheim den Klassenerhalt um nur einen Punkt und musste so den bitteren Abgang in die Kreisliga B antreten. Hiermit war auch der Abgang vieler wichtiger Stammspieler verbunden, die den SV Egesheim in Richtung klassenhöherer Mannschaften verließen.

 

Trotz der schlechten Form aus der Saison 2018/2019 konnte der SV Egesheim am Heuberg-Wanderpokalturnier 2019 in Mahlstetten auftrumpfen. In der Vorrunde konnte der SV Königsheim mit 3:0 und der Bezirksligist SV Bubsheim mit einem furiosen 1:0 besiegt werden und das Hauptrundenticket als Gruppenerster ohne Gegentor gelöst werden. In der Hauptrunde musste sich der SVE dem SV Kolbingen mit 2:0 geschlagen geben, konnte sich aber im zweiten Spiel gegen den Ausrichter der SGM Dürbheim/Mahlstetten mit einem 2:1 durchsetzen. Der SV Egesheim konnte sich somit den 3. Tabellenplatz erspielen.

 

Zur neuen Saison 2019/2020 musste sich der SV Egesheim neuformieren, da die bisherigen Trainer um Kai Dreher und Tim Dreher vor der Saison zu anderen Vereinen wechselten. Mit dem Trainertrio aus Patrick Medenica, Franco Medenica und Zjelko Medenica konnte der SV Egesheim aber adäquaten Ersatz finden und die Vorrunde auf dem dritten Tabellenplatz beendet werden. Zur Rückrunde fand der ehemalige Spielführer Jonas Ganz wieder den Weg nach Egesheim, nachdem er zuvor zum Bezirksligisten aus Renquishausen gewechselt war.

 

Auch Abseits des Fußball wandelte sich der SV Egesheim und so wurde das Sportheim mit neuen Türen und einer neuen hochwertigen Küche in hoher Eigenleistung modernisiert.

 

Voller Euphorie und Tatendrang startete der SV Egesheim in das neue Vereinsjahr 2020, wurde jedoch durch die Corona Pandemie ausgebremst und der Spielbetrieb für die restliche Saison abgesagt. Die Pandemie bestimmte das gesamte Vereinsjahr 2020 und ein wirkliches Vereinsleben war in dieser Zeit nicht möglich.

 

Durch die leider sehr langwierige und anhaltende Corona-Pandemie stagnierte beim SV Egesheim die Vereinsarbeit jedoch nicht. Um die Ausgaben durch laufende Fixkosten wieder herauszuwirtschaften, organisierte der SVE unter Einhaltung aller zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Corona-Regeln, mehrere Lieferaktionen mit unterschiedlichen Speiseangeboten von Schlachtplatte bis zur Rinderzunge bzw. gemischtem Braten mit Spätzle und Salat. Die Egesheimer Bürger nahmen diese Angebote mit Lieferung vor die Haustür sehr gerne und zahlreich an und bedankten sich herzlich beim Sportverein für diese tollen Sonderaktionen.

 

Die Saison 2020/2021 wurde Corona-bedingt auch nach nur wenigen Vorrundenspielen ausgesetzt und bis auf Weiteres verschoben.

 

Das Jahr 2021, welches eigentlich voll im Zeichen des 75-jährigen Jubiläum des SV Egesheim stehen sollte, begann leider auch unter schlechten Vorzeichen. Hohe Inzidenzen und unvorhersehbares Infektionsgeschehen machten eine Planung von Festivitäten schier unmöglich. Und so musste der SV Egesheim sein Jubiläumsfest schweren Herzens auf das Jahr 2022 verschieben.

 

Fußballerisch startete das Jahr 2021 erst wieder in der zweiten Jahreshälfte, aber dies für den SV Egesheim sehr furios. Nachdem die Spielertrainer Pascal Schneider und Benedikt Maisch vom FC Pfeffingen verpflichtet wurden und mit den Jugendspielern Kevin Blikle und Christian Bischoff der Kader nicht nur in der Breite, sondern auch mit enormer Qualität ausgebaut werden konnte, spielte der SV Egesheim eine noch nie dagewesene Vorrunde. Mit 12. Siegen aus den ersten 12. Partien belegte der SV Egesheim mit nur 6 Gegentoren den 1. Tabellenplatz. Somit konnte man die Herbstmeisterschaft feiern und das Jubiläumsjahr 2021, trotz nicht stattfindendem Jubiläumfest, mit einem zumindest sportlichen Highlight abschließen. Zum Saisonende 2021/2022 sicherte sich der SVE souverän den zweiten Tabellenplatz, was in der Kreisliga B2 in dieser Saison den Direktaufstieg bedeutete. Einzig der SV Deilingen war am Ende noch besser und sicherte sich am Ende mit 8 Punkten Vorsprung den Meistertitel in der Kreisliga B2. In diesem Sinne darf der der Sportverein Egesheim der aktiven Mannschaft zum direkten Aufstieg in die Kreisliga A gratulieren. Die nächste Herausforderung für den SV Egesheim heißt nun „Nichtabstieg“ in der Kreisliga A in der Saison 2022/2023.

 

Derzeit zählt der Sportverein etwa 110 aktive und passive Mitglieder und stellt eine aktive Mannschaft im Herrenbereich. Die Ausbildung der F- und E-Jugendlichen erfolgt in einer Kooperation mit dem TV Wehingen. Die älteren Jugendspieler sind als Gastspieler in den umliegenden Gemeinden in Spielgemeinschaften untergebracht. Der Sportverein Egesheim konnte eine vereinseigene Bambini-Mannschaft ins Leben rufen. Die Bambini-Kinder sind Top motiviert und voller Fußballfreude. Es macht richtig viel Spaß diese Bambinis zu betreuen und ihnen zuzusehen. Seit 2021 bietet Ramona Blikle wöchentlich ein Mutter-Kind-Turnen für Kinder im Alter von 1,5 bis Ende 3 Jahren an, welches sehr gut angenommen wird. Neben der Hauptsparte „Fußball“ stellt der SV Egesheim unter der Leitung von Diana Reiser eine Aerobic Gruppe.

Es bleibt festzustellen, dass in den zurückliegenden 75 Jahren das in der ersten Vereinssatzung gesteckte Ziel „die Sportinteressierten in Egesheim zusammenzufassen und die sportlich-kameradschaftliche Gesellschaft zu pflegen“ erreicht worden sein dürfte. Nur durch die Tätigkeit all jener die diesen Verein in der Funktion des 1.Vorsitzenden, in den Vorstandschaften, in den Fußballmannschaften oder in anderer Art und Weise „hinter den Kulissen“ unterstützten, war das Erreichen dieses Zieles möglich und gerade ihnen soll nach 75 Jahren hiermit großer Dank ausgesprochen werden.

 

Der SV Egesheim blickt mit Stolz auf die vergangenen 75 Jahre seines Bestehens zurück und hofft, auch weiterhin ein Ort des Vereinslebens und des Ehrenamts für die sportbegeisterte Bevölkerung zu sein und das Vereinsleben der Gemeinde auch zukünftig in besonderem Maße zu prägen. Treffend beschrieb es bereits der damalige Vorsitzende Roberto Reiser in seinem Grußwort zum 50-jährigen Jubiläum: „Viele Höhen und Tiefen wurden durchlebt, und immer wieder fanden sich Idealisten, die den Verein wieder aufrichteten.“

 

gez. Sportverein Egesheim 1946 e.V